Startseite » Alternativen zu Zucker / Zuckerersatzstoffe » Das sind die beliebtesten Zuckeralternativen

Das sind die beliebtesten Zuckeralternativen

Wer sich gesund ernähren möchte, kommt nicht umhin, den eigenen Zuckerkonsum zu hinterfragen und eventuell einzuschränken. Gründe, auf Zucker zu verzichten, gibt es ausreichend. Von Karies über lästige Pfunde bis hin zu Müdigkeit oder Antriebslosigkeit. Nicht ohne Grund möchten immer mehr Menschen heutzutage bewusst auf Zucker verzichten und greifen zu Zuckeralternativen wie Honig, Agavendicksaft, Stevia oder Ahornsirup. Um euch die Entscheidung etwas leichter zu machen, haben wir diesen Beitrag den 13 beliebtesten Zuckeralternativen gewidmet. Dabei möchten wir kein geschöntes Bild vom Zuckerersatz zeichnen, sondern euch vielmehr ein objektives Bild möglicher Alternativen für Zucker ebenso wie den Vor- und Nachteilen der Zuckeralternativen vermitteln.

Kalorien und Geschmack von Zuckeralternativen

Wenn es um die Auswahl möglicher Zuckeralternativen geht, stellt sich zunächst einmal die Frage, welche Eigenschaften der Zuckerersatz mitbringen sollte. Suchst du nach einer Zuckeralternative, um Kalorien einzusparen oder Gewicht zu verlieren? Dann kannst du dich an kalorienfreie Süßstoffe und Zuckeraustauschstoffe halten. In den meisten Fällen gesünder ist es jedoch, wenn du deinen Zuckerkonsum ganz bewusst etwas herunterschraubst. Wer es gern natürlich mag, entscheidet sich für Honig, Banane oder Datteln als Ersatz für Zucker.

Das sind die beliebtesten Zuckeralternativen:

  • Agavensirup
  • Ahornsirup
  • Apfeldicksaft
  • Aspartam
  • Bananen
  • Datteln
  • Kokosnektar
  • Honig
  • Reissirup
  • Sorbit
  • Stevia
  • Xylit
  • Zuckerrübensirup

Wo liegen die Unterschiede zwischen den einzelnen Zuckeralternativen und welche Aspekte sprechen für bzw. gegen die Verwendung des jeweiligen Zuckerersatzes? Die Unterschiede und Vor- und Nachteile zu kennen, ist ein erster Schritt, um herauszufinden, welche Zuckeralternative zu dir und deinen Ernährungsvorlieben passt.

Agavendicksaft 

Agavendicksaft (auch Agavensirup genannt) wird in Südamerika aus dem Saft der Agave gewonnen. Als natürliches Süßungsmittel erfreut sich Agavendicksaft heute – vor allem auch unter Veganern – großer Beliebtheit.

Agavendicksaft besteht hauptsächlich aus Fructose und Glucose, wobei der Anteil an Fructose weit überwiegt. Im Vergleich zu Honig ist Agavendicksaft süßer, aber auch etwas dünnflüssiger. Durch seine flüssigere Konsistenz eignet sich der Sirup prima zum Süßen von Getränken.

Zu den Vorteilen von Agavendicksaft gehören seine vielseitigen Einsatzmöglichkeiten in der Küche ebenso wie seine niedrige glykämische Last, die dazu führt, dass der Blutzuckerspiegel so gut wie gar nicht beeinflusst wird. Kalorientechnisch liegt Agavendicksaft etwas unter dem Kaloriengehalt von herkömmlichem Rohrzucker. Nachteilig wirkt sich Agavendicksaft allerdings für alle aus, die unter einer Fructose-Intoleranz leiden. Der hohe Fructose-Gehalt kann dann zu Blähungen, Übelkeit und Unwohlsein führen. Der Anteil an Fructose liegt im Agavendicksaft bei rund 70 Prozent.

Durchschnittliche Nährwerte von 100g Agavendicksaft:

KalorienKohlenhydrateFettEiweiß
310 kcal76 g1 g0 g

Unser Tipp: Wenn du Fructose gut verträgst, kannst du Agavendicksaft gut zum Süßen von Getränken oder Müsli verwenden. Auch zum Abschmecken von Salatdressings oder zum Garnieren von Waffeln oder Pfannkuchen eignet sich der karamellige Agavensirup prima. Zum Backen ist Agavendicksaft als Zuckeralternative allerdings nicht geeignet. Warum? Weil der hohe Fructosegehalt zu einer starken Verfärbung des Teigs führt. Gleichzeitig gibt der Agavendicksaft dem Teig nicht das notwendige Volumen, wie es bei Zucker der Fall ist. Daher fehlt dem Teig die Standfestigkeit.

Wie bei allen Süßungsmitteln gilt auch bei Agavendicksaft: Die Menge macht das Gift. Aufgrund des hohen Fructose-Anteils wird zu einer sparsamen Verwendung dieser Zuckeralternative geraten.

Hier erfährst du mehr zum Thema Agavensirup als Alternative zu Zucker.

Ahornsirup

In Kanada gilt Ahornsirup als Kulturgut. Hier wird der Ahornsirup gewonnen, indem Ahornbäume über Plastikschläuche angezapft werden. Der Saft wird anschließend eingekocht, bis der charakteristische Sirup entsteht. Zwischenzeitlich hat auch China den Trend zum Ahornsirup aufgegriffen. Daher stammt immer mehr des bei uns verfügbaren Ahornsirup aus chinesischer Produktion.

Als Vorteil von Ahornsirup lässt sich zunächst einmal nennen, dass es ein naturbelassenes Produkt. Auch die Kalorienbilanz liegt unter der von anderen Zuckeralternativen. Allerdings nur auf den ersten Blick. Da die Süßkraft von Ahornsirup geringer ist, muss man mehr davon nehmen, um die gewünschte Süße zu erreichen. Unter den Nachteilen ist der lange Transportweg aus Kanada oder China ebenso wie der im Vergleich zu anderen Zuckeralternativen höhere Preis.

Durchschnittliche Nährwerte von 100g Ahornsirup:

KalorienKohlenhydrateFettEiweiß
260 kcal67 g0  g0 g

Unser Tipp: Ahornsirup ist ein naturbelassenes Produkt, das durch den geringen Verarbeitungsprozess eine Reihe essentieller Nährstoffe wie Kalzium, Magnesium, Eisen, Mangan und Phosphor enthält. Aus ernährungsphysiologischer Sicht ist er daher grundsätzlich besser als herkömmlicher Zucker.

Natürlich sind Pancakes mit Ahornsirup ein absolutes Muss. Durch die karamellige Note schmecken die Pancakes erst so richtig gut! Da Ahornsirup jedoch aus einer Kombination aus Kohlenhydraten und Wasser besteht und durch den dominanten Gehalt an Saccharose dem traditionellen Haushaltszucker ähnelt, sollte er sparsam verwendet werden.

Hier erfährst du mehr zum Thema Ahornsirup als Alternative zu Zucker.

Apfeldicksaft

Apfeldicksaft ist im Grunde hochkonzentrierter Apfelsaft. Die Herstellung ist denkbar einfach: Der Apfelsaft wird erhitzt und eingeköchelt, bis die Konsistenz eine zähflüssige Masse angenommen hat. Das Einkochen hat auch Auswirkungen auf den Geschmack: Der Apfeldicksaft hat ein intensives, herrlich fruchtiges Aroma. Apfeldicksaft kannst du übrigens auch ganz einfach selbst machen. Wie? Das verraten wir dir in unserem Beitrag zum Thema Apfeldicksaft als Alternative zu Zucker.

Ein großer Vorteil von Apfeldicksaft ist, das er ein reines Naturprodukt ist, das entweder selbst hergestellt werden oder aber zumindest aus regionaler Herstellung bezogen werden kann. Die Öko-Bilanz von Apfeldicksaft ist daher um Weiten besser als die von Ahornsirup oder Agavendicksaft. Auch seine vielseitigen Einsatzmöglichkeiten in der Küche lassen Apfeldicksaft so schnell nicht langweilig werden. Allerdings weist Apfeldicksaft auch eine geringere Süßkraft aus. Durch seinen hohen Fruchtzuckeranteil ist der Dicksaft gerade bei Fructose-Intoleranz zu vermeiden.

Durchschnittliche Nährwerte von 100g Apfeldicksaft:

KalorienKohlenhydrateFettEiweiß
375 kcal78 g2 g3 g

Unser Tipp: Ähnlich wie bei Agavendicksaft ist der Fructose-Anteil beim Apfeldicksaft sehr hoch. Daher bitte nur in Maßen genießen.

Hier erfährst du mehr zum Thema Apfeldicksaft als Alternative zu Zucker.

Aspartam

Aspartam gehört in die Gruppe der Süßstoffe und stellt damit einen Gegensatz zu den drei natürlichen Zuckeralternativen, die wir bislang vorgestellt haben. Süßstoffe werden im Labor entwickelt und haben in der Regel eine weitaus höhere Süßkraft als Zuckeraustauschstoffe. Bekannte Süßstoffe sind Aspartam vor allem Acesulfam, Saccharin, Sucralose oder Stevia.

Süßstoffe wie Aspartam werden in der Lebensmittelindustrie immer wieder gerne als Alternative zu Zucker angepriesen. Allerdings nicht, ohne Kontroversen auszulösen. Denn nach Tierversuchen wurde der Vorwurf immer wieder laut, dass Süßstoffe in sehr hohen Dosierungen karzinogen, also krebserregend, sind. Auch wurde Süßstoff in der Vergangenheit eine appetitsteigernde Wirkung nachgesagt.

Befürworter der Süßstoffe wenden hingegen ein, dass Süßstoffe nicht von der Mundflora verstoffwechselt werden können und  Karies daher keine Nahrung bieten. Zudem haben Süßstoffe so gut wie keine Kalorien.

Durchschnittliche Nährwerte von 100g Aspartam:

KalorienKohlenhydrateFettEiweiß
380 kcal93 g0 g1 g

Unser Tipp: Aufgrund der zahlreichen, teils kontrovers diskutierten Studien zu den Gesundheitsgefahren von Aspartam empfehlen wir, lieber auf Nummer sicher zu gehen und natürliche Zuckeralternativen zu verwenden. Sicher ist sicher!

Hier erfährst du mehr zum Thema Aspartam als Alternative zu Zucker.

Bananen

Bananen können in der Küche vielfältig eingesetzt werden. Während Bananen natürlich in den meisten Fällen roh gegessen werden, kennen viele die Südfrucht auch in gebackener, gekochter oder gegrillter Form. Ob es an den vielfältigen Einsatzmöglichkeiten in der Küche oder an ihrer angenehmen Süße liegt, Bananen gehören zu den beliebtesten Obstsorten überhaupt. Bananen sind sehr nahrhaft und dienen als hervorragender Energiespender für zwischendurch. Sie versorgen uns mit Kalium, Phosphor, Eisen, Zink und Magnesium.

Wer auf seinen Zuckerkonsum achtet, kann (über)reife Bananen prima als Zuckeralternative nutzen. Das ist nicht nur zur Resteverwertung eine gute Idee, sondern auch, weil Bananen Speisen eine sehr angenehme, leichte Süße verleihen. Als natürlicher Zuckerersatz kann die Banane auch hervorragend für die Zubereitung von Süßspeisen und Backwaren für Babys und Kleinkinder verwendet werden, wie zum Beispiel in unserem Rezept für Dinkelkekse ohne Zucker oder unserem Rezept für Vollkorntaler ohne Zucker.

Durchschnittliche Nährwerte von 100g Bananen:

KalorienKohlenhydrateFettEiweiß
93 kcal20 g0 g1 g

Unser Tipp: Bananen eignen sich super als natürlicher Zuckerersatz. Sie verleihen Smoothies eine herrlich cremige Konsistenz. Auch Muffins, Kekse oder Kuchen können gut mit überreifen Bananen gesüßt werden. Für ehemalige Zuckerjunkies ist die dezente Süße zu Beginn der Ernährungsumstellung eventuell nicht herauszuschmecken. Das ist aber nur eine Frage der Zeit, bis die Geschmacksnerven sensibilisiert sind.

Hier erfährst du mehr zum Thema Bananen als Alternative zu Zucker.

Datteln

Datteln sind die Früchte des Orients und werden als schnelle Energiespender auch gern als „Brot der Wüste“ bezeichnet. Datteln sind nicht nur eine natürliche Zuckeralternative, sie sind auch gesund. Wichtige Inhaltsstoffe sind unter anderem wertvolle Mineralstoffe wie Magnesium, Eisen und Kalzium und ihr hoher Anteil an Antioxidantien und sekundären Pflanzenstoffen. Den süßen Früchten des Orients wird auch eine positive Wirkung auf die Gesundheit nachgesagt. Da Datteln im Darm aufquellen, wirken sie sich positiv auf die Verdauung aus. Berichtet wird zudem von positiven Auswirkungen auf Haut, Schlaf, Hirnaktivitäten und Energiehaushalt.

Durchschnittliche Nährwerte von 100g Datteln:

KalorienKohlenhydrateFettEiweiß
285 kcal66 g1 g2 g

Unser Tipp: Datteln sind ein natürliches Süßungsmittel, das sich prima in der Küche und zum Backen einsetzen lässt. Durch den hohen Fruchtzucker- und Kaloriengehalt sollte man Datteln in Maßen essen.

Hier erfährst du mehr zum Thema Datteln als Alternative zu Zucker.

Kokosnektar

Kokosnektar (auch Kokosblütennektar oder Kokosblütensirup genannt) wird aus dem Saft der Kokosblüten gewonnen. In Asien schätzt man den Kokosnektar schon lange als natürliches Süßungsmittel. Hier wird Kokosnektar gerne als nährstoffreiche, gesunde Alternative zu Zucker verwendet. Auch hierzulange erfreut sich der Kokosblütennektar zunehmender Beliebtheit. Allerdings sollte man bedenken, dass die Ökobilanz durch den  weiten Transportweg ganz schön mies ist.

Durchschnittliche Nährwerte von 100g Kokosnektar:

KalorienKohlenhydrateFettEiweiß
289 kcal71 g0 g1 g

Unser Tipp: Kokosnektar ist eine natürliche, vegane Alternative zu Zucker. Aus Nachhaltigkeitsgründen empfehlen wir jedoch den sparsamen Umgang mit Kokosnektar. Aufgrund des stolzen Preises kommt man vermutlich sowieso nicht in Versuchung, den Nektar in Mengen zu verwenden.

Hier erfährst du mehr zum Thema Kokosnektar als Alternative zu Zucker.

Honig

Honig besteht aus dem zuckerhaltigen Saft, dem Nektar, der Blüten. Er wird von Honigbienen zur eigenen Nahrungsversorgung erzeugt und von uns Menschen als Lebensmittel genutzt. Je nach botanischer Herkunft kann Honig deutliche Unterschiede in Bezug auf Geschmack, Konsistenz, Farbe und Geruch aufweisen.

Honig ist ein natürliches Süßungsmittel, das sich rein chemisch aus denselben Bestandteilen zusammensetzt wie herkömmlicher Zucker und daher nur minimal gesünder ist als Rohrzucker. Pro Jahr essen wir Deutschen im Schnitt 1 Kilo Honig. Dabei wird der Bedarf an Honig nur zu 20% durch heimischen Honig gedeckt. Der restliche Honig stammt vor allem aus Argentinien, Mexiko, Chile, Uruguay und Brasilien. Die Ökobilanz ist entsprechend mies. Wenn man Honig kauft, sollte man daher auch einen Blick auf die Herkunft haben. Auf dem Wochenmarkt oder im Reformhaus um die Ecke wird man in der Regel schnell fündig und kann regional erzeugten Honig kaufen.

Durchschnittliche Nährwerte von 100g Honig:

KalorienKohlenhydrateFettEiweiß
306 kcal75 g0 g0 g

Tipp: Während der herkömmliche Industriezucker gemeinhin als künstlich angesehen wird, gilt Honig als natürliches Produkt. Dabei wird allerdings vergessen, dass die Hauptbestandteile von Honig und Zucker sehr ähnlich sind. Die Auswirkungen auf das Gewicht, die Zahngesundheit und den Blutzucker sind also identisch. Daher heißt es: Auch mit Honig sollte man Maß halten.

Hier erfährst du mehr zum Thema Honig als Alternative zu Zucker.

Reissirup

Was im asiatischen Raum schon lange ein Begriff ist, macht sich nun auch in Europa einen Namen: Reissirup. Reissirup ist eines der ältesten Süßungsmittel aus Japan, dessen Herstellung durch die Erhitzung von gemahlenem Reis erfolgt. Der Reis wird dabei unter der Zugabe von natürlichen Enzymen zu Sirup eingekocht. Von der Textur und der Optik gleicht Reissirup dem Honig, denn auch Reissirup hat eine goldene Farbe und eine zarte Konsistenz.

Ob Reissirup gesund ist, lässt sich schnell mit einem Blick auf die Kalorien- und Zuckerbilanz relativieren. Reissirup enthält zwar keine Fructose, dafür aber Glucose und Mehrfachzucker. Durch letzteren steigt der Blutzuckerspiegel langsamer an, was natürlich grundsätzlich als positiv zu bewerten ist.

Durchschnittliche Nährwerte von 100g Reissirup:

KalorienKohlenhydrateFettEiweiß
311 kcal80 g0 g1 g

Unser Tipp: Reissirup eignet sich besonders bei einer veganen und glutenfreien Ernährung als Süßungsmittel. Auch bei Menschen mit Fructoseunverträglichkeit bietet sich der Verzehr von Reissirup an. Idealerweise greift man beim Kauf von Reissirup zur Bio-Variante. Allerdings gilt wie bei allen Süßungsmitteln: Maß halten!

Hier erfährst du mehr zum Thema Reissirup als Alternative zu Zucker.

Sorbit 

Sorbit gehört zu den Zuckeraustauschstoffen. Die Liste an Zuckeraustauschstoffen ist lang – vielen von uns dürften Ausstauschstoffe wie Maltit, Mannit, Isomalt, Lactit, Sorbit, Xylit oder Erythrit bekannt sein. Zuckeraustauschstoffe sind süß schmeckende Kohlenhydrate, die beispielsweise aus Früchten und Gemüse gewonnen werden. Zuckeraustauschstoffe werden von Diabetikern verwendet, da sie verstoffwechselt werden können ohne den Insulinspiegel in die Höhe zu treiben. Aus gesundheitlicher Sicht sind Zuckeraustauschstoffe unbedenklich.

Zu den Vorteilen von Zuckeraustauschstoffen gehört, dass sie anders als Zucker, nicht kariesfördernd sind, da die Bakterien im Zahnbelag die Zuckerersatzstoffe nicht verdauen können. Aus diesem Grund werden Zuckeraustauschstoffe häufig in Zahnpasta oder Kaugummi verwendet. Zuckeraustauschstoffe haben in der Regel nur halb so viele Kalorien wie Zucker, haben aber in etwa nur die halbe Süßkraft wie Zucker. Man muss also doppelt so viel davon verwenden, um ein ähnliches Ergebnis wie bei Zucker zu erzielen.

Durchschnittliche Nährwerte von 100g Sorbit:

KalorienKohlenhydrateFettEiweiß
240 kcal59 g0 g0 g

Unser Tipp: Grundsätzlich sind Zuckerersatzstoffe aus gesundheitlicher Sicht unbedenklich. Da Zuckeraustauschstoffe jedoch nicht vollständig im Dünndarm aufgenommen werden können, gelangen sie in den Dickdarm, wo sie vergoren werden. Blähungen, Durchfall und das Reizdarmsyndrom können bei übermäßigem Konsum die Folge sein. Allerdings kann hier kein allgemeingültiges Pauschalurteil gefällt werden, da jeder Mensch unterschiedlich auf Zuckeraustauschstoffe reagiert.

Hier erfährst du mehr zum Thema Sorbit als Alternative zu Zucker.

Stevia

Stevia rebaudiana ist eine subtropische Pflanzenart, die kalorienfreie Süße verspricht und seit 2011 bei uns in Deutschland zugelassen ist. Auch als Süß- oder Honigkraut bekannt, galt Stevia lange Zeit als absoluter Geheimtipp und als DIE perfekte Zuckeralternative. Mittlerweile ist allerdings Ernüchterung eingekehrt und der Hype um Stevia ist wieder etwas abgeflacht. Warum?

Stevia hat die 300-fache Süßkraft von Zucker, es ist also 300 Mal süßer als unser herkömmlicher Rohrzucker. Allerdings ist Stevia nicht wirklich mit Zucker zu vergleichen. Denn Stevia hat häufig einen Eigengeschmack, der bitter, manchmal nahezu lakritz-ähnlich ist.

Durchschnittliche Nährwerte von 100g Stevia

KalorienKohlenhydrateFettEiweiß
371  kcal92,8 g0 g0g

Unser Tipp: Ich persönlich kann Stevia nichts abgewinnen. Der Geschmack ist für mich unangenehm. Gleichzeitig fühle ich mich als Verbraucher getäuscht, wenn Lebensmittel, die mit Stevia gesüßt sind, mit herkömmlichem Zucker versetzt werden. Der Zusatz „Mit Stevia gesüßt“ bedeutet daher also nicht automatisch, dass ein Produkt zuckerfrei ist oder deutlich weniger Kalorien aufweist. Daher gilt: Augen auf beim Kauf von steviahaltigen Getränken und Lebensmitteln.

Hier erfährst du mehr zum Thema Stevia als Alternative zu Zucker.

Xylit

Auch als Birkenzucker bekannt, erfreut sich Xylit heute als Zuckeralternative zunehmender Beliebtheit. Vielen von uns dürfte Xylit bereits als Zutat zuckerfreier Kaugummis begegnet sein. Hier wird Birkenzucker besonders gern als Zuckerersatz verwendet, da es eine antikariogene Wirkung hat und sich damit positiv auf die Zahngesundheit auswirkt.

Neben der positiven Wirkung auf die Zahngesundheit überzeugt Xylit auch, da es insulinunabhängig verstoffwechselt wird. Und das alles bei reduziertem Energiegehalt.

Durchschnittliche Nährwerte von 100g Xylit:

KalorienKohlenhydrateFettEiweiß
236 kcal99 g0 g0  g

Unser Tipp: Xylit ist für all jene eine gute Zuckeralternative, die herkömmlichen Zucker in ihrer Ernährung vermeiden möchten. Geschmacklich überzeugt Birkenzucker in jedem Fall. Einziger Wermutstropfen: Xylit kann in hohen Dosen abführend wirken. Und natürlich enthält Xylit – ähnlich wie auch herkömmlicher Haushaltszucker – keine Nährwerte und dient lediglich als kalorienarmer Zuckeraustauschstoff.

Hier erfährst du mehr zum Thema Xylit als Alternative zu Zucker.

Zuckerrübensirup

Zuckerrübensirup ist eine natürliche Zuckeralternative. Hergestellt wird Zuckerrübensirup, indem die Zuckerrüben erhitzt und so lange eingekocht werden, bis daraus ein zähflüssiger Saft entsteht. Zuckerrüben werden heute vor allem in Deutschland, in Frankreich sowie in Russland und den USA angebaut. Beim Kauf sollte man daher im Sinne der Ökobilanz darauf achten, ein Produkt aus heimischer Produktion zu wählen.

Als Vorteile von Zuckerrübensirup lässt sich vor allem nennen, dass es sich dabei um ein Naturprodukt handelt, das frei von künstlichen Zusatzstoffen oder Geschmacksverstärkern ist. Gleichzeitig ist Zuckerrübensirup reich an Eisen, Folsäure, Magnesium und Kalium.

Durchschnittliche Nährwerte von 100g Zuckerrübensirup:

KalorienKohlenhydrateFettEiweiß
299 kcal69 g0 g2,3 g

Unser Tipp: Zuckerrübensirup mal als Brotaufstrich oder zum Verfeinern von Soßen zu verwenden – dagegen spricht nichts. Allerdings ist die Kalorienbilanz von Zuckerrübensirup recht hoch. Auch der hohe Kohlenhydratanteil, der unseren Insulinspiegel in die Höhe treibt und für Heißhungerattacken sorgt, spricht gegen den übermäßigen oder stetigen Konsum von Zuckerrübensirup. Auch hier gilt daher: Bitte nur in Maßen verwenden.

Hier erfährst du mehr zum Thema Zuckerrübensirup als Alternative zu Zucker.

 

 

Das solltest Du Dir auch anschauen!

Stevia als Alternative zu Zucker

Stevia als Alternative zu Zucker

Ein in Südamerika beheimatetes Süß- bzw. Honigkraut erobert nun seit Längerem auch den deutschen Markt. …

Bananen als Zuckerersatz

Bananen als Alternative zu Zucker

Eignen sich Bananen als Alternative zu Zucker? Genau mit diesem Thema beschäftigt sich der folgende …

2 Kommentare

  1. Finde die ganze Info sehr informativ.

    • Das freut mich, Schorsch! So bekommt man im Dschungel der Zuckeralternativen wenigstens einen kleinen Durchblick!

      Frohe Ostern und viele Grüße
      Simone

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.