Was ist Zucker?

Was ist Zucker – die Frage aller Fragen! Ob in Schokolade, Eis, Joghurt, Saucen, Ketchup oder Fertiggerichten – Zucker ist in unserem Leben allgegenwärtig. Oft wissen wir noch nicht einmal, dass Zucker in den gerade verzehrten Nahrungsmitteln steckt. Als kleine Daumenregel gilt daher: Je stärker ein Produkt industriell verarbeitet ist, desto höher die Chancen, dass es Zucker enthält. Wenn du also auf Zucker verzichten möchtest, solltest du möglichst unverarbeitete Lebensmittel zu dir nehmen. Fertigprodukte sowie Lebensmitteln in Konserven und Dosen sollten eine untergeordnete Rolle spielen und – wenn möglich  – komplett aus der Küche verbannt werden. Die Lösung: selbst kochen! Und zwar mit frischen, möglichst unverarbeiteten Lebensmitteln. 

Was ist Zucker überhaupt?

Der gewöhnliche Haushaltszucker, auch Saccharose genannt, wird aus Zuckerrohr und Zuckerrüben gewonnen und besteht aus Glucose (Traubenzucker) und Fructose (Fruchtzucker). Neben dem herkömmlichen Haushaltszucker gibt es selbstverständlich noch andere Arten von Zucker wie zum Beispiel Fruchtzucker, Traubenzucker, Malzzucker oder Milchzucker.

Dabei spielt Zucker, ob als Nahrungsmittel oder Genussmittel, eine große Rolle in der heutigen Ernährung. Doch das war nicht immer so! Noch vor 150 Jahren nahmen die Menschen 20 mal weniger Zucker zu sich als dies heute der Fall ist.

Zuckerkonsum in Deutschland

Im Schnitt essen die Deutschen heutzutage sage und schreibe 40 Kilo Zucker pro Jahr. Dazu kommt selbstverständlich noch Honig sowie der in Früchten enthaltene Zucker. Da Zucker ausschließlich Energie liefert, aber keinerlei gesunde Nährstoffe, Vitamine oder Mineralstoffe enthält, wird er auch häufig als „leere Energie“ bezeichnet. Langkettige Zuckermoleküle, sogenannter Vielfachzucker, stecken in stärkehaltigen Lebensmitteln wie Hülsenfrüchten oder Getreide. Für die Verdauung und Verwertung von Vielfachzucker benötigt unser Körper im Vergleich zu Einfach- oder Zweifachzucker weitaus länger, so dass ein Vollkornbrot oder ein Kartoffelgericht beispielsweise viel länger satt machen als ein Stück Torte. Daher ist es ratsam, im Rahmen einer zuckerfreien Ernährung ein Auge auf die einfachen Kohlenhydrate zu haben. Diese lassen unseren Blutzuckerspiegel schnell und stark ansteigen. Nach einem kurzen Hoch folgt jedoch recht bald das Tief. Das ist für unseren Körper vergleichbar mit einer Achterbahnfahrt. Besser ist es, den Blutzuckerspiegel durch eine zuckerreduzierte Ernährung mit komplexen Kohlenhydraten auf einem stabilen Niveau zu halten.

Zucker, häufig auch als „weißes Gift“ bezeichnet, ist alles andere als gesund. Karies, Diabetes und Übergewicht sind untrennbar mit  einem übermäßigen Zuckerkonsum verbunden. Daher fordert die Weltgesundheitsorganisation (WHO), den Zuckerkonsum einzuschränken und diesen von derzeit 100g pro Tag pro Kopf auf 25g zu reduzieren – dies entspricht 6 Teelöffeln Zucker pro Tag.

Achtung: Zucker hat viele Namen

Zugegebenermaßen ist es gar nicht so einfach, den Zuckerkonsum einzuschränken, da die Anzahl industriell gefertigter Produkte, die keinen Zucker enthalten, nicht gerade groß ist. Ein Blick auf die Zutatenliste kann in diesem Fall Klarheit schaffen. Doch Achtung! In Deutschland muss nur der herkömmliche, aus Zuckerrüben oder Zuckerrohr gewonnene Zucker tatsächlich als „Zucker“ bzw. „Saccharose“ in der Zutatenliste ausgewiesen werden.

Wird der Zucker beispielsweise durch Dextrose, Laktose, Glukosesirup, Invertzuckersirup oder Maltrodextrin ersetzt, ist der Zuckergehalt im Produkt zwar der gleiche. Doch rückt der im Produkt enthaltene Haushaltszucker in der Zutatenliste weiter nach hinten. Der Verbraucher, der an den vermeintlich geringeren Zuckergehalt glaubt, wird hier in die Irre geführt. Ein Blick auf den Kohlenhydratgehalt des Produkts kann da Klarheit schaffen. Hier findet sich die kleine aber feine Angabe „Kohlenhydrate – davon Zucker“, die Aufschluss über den tatsächlichen Zuckergehalt des Produkts gibt.

Clevere Zuckeralternativen

Im Supermarkt gibt es zahlreiche Zuckeralternativen. Ob Agavendicksaft, Reissirup, Kokosblütenzucker oder Honig. Doch was sind die Vorteile und Nachteile dieser Alternativen? Wir stellen dir alle Alternativen zu Zucker vor und wägen die damit verbundenen Vorteile und Nachteile kritisch ab.

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Was ist Zucker: Es gibt viele Arten und Formen von Zucker

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2 Kommentare

  1. Albert Müller

    Da ich ein Süßer bin fällt es mir schwer auf den Zucker zu verzichten, jedoch wird es immer mehr auch zu meinem Thema da der Zuckergehalt in allen Produkten vorkommt bis zu 46% auf 100g eine schöne Menge ist das nötig. Da ist es mir wichtig geworden Tomaten, Gurken, Äpfel, Birnen, Karotten, Kohlrabi, Kartoffeln, Nüsse, Zwiebeln uvm. im rohen Zustand zu kaufen und zu servieren. Jeder muss auf sich selbst achten da war ich auch zu blauäugig und habe darauf vertraut das Lebensmittelgesetz könne mich schützen diese Meinung war eine Täuschung es ist für mich noch mal gut ausgegangen ich endscheide mich gegen den Zucker in den Lebensmittel der Körper wird es mir danken.

    • Hallo Albert,

      vielen Dank für deinen interessanten Beitrag.

      Was mich interessieren würde: Wie definierst du für dich eine zuckerfreie Ernährung? Du verzichtest vermutlich komplett auf Rohrzucker? Aber wie sieht es mit Fruchtzucker oder Milchzucker aus?

      Viele Grüße
      Simone

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