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Was sind Zuckeraustauschstoffe?

Ob Maltit, Mannit, Isomalt, Lactit, Sorbit, Xylit oder Erythrit – die Liste an Zuckeraustauschstoffen ist lang. Zuckeraustauschstoffe sind süß schmeckende Kohlenhydrate, die beispielsweise aus Früchten und Gemüse gewonnen werden, grundsätzlich aber weniger süß als Zucker sind. Zuckeraustauschstoffe werden von Diabetikern verwendet, da sie verstoffwechselt werden können, ohne den Insulinspiegel in die Höhe zu treiben. Aus gesundheitlicher Sicht sind Zuckeraustauschstoffe unbedenklich.

Zuckeraustauschstoffe sind grundsätzlich in Pulverform für den Haushalt erhältlich. Weitaus üblicher ist allerdings die Verwendung von Zuckeraustauschstoffen in der Lebensmittelindustrie bei der Produktion von Süßwaren, Nachspeisen, Soßen oder Backwaren.

In der EU sind folgende Zuckeraustauschstoffe zugelassen:

Vorteile von Zuckeraustauschstoffen

  • Natürliche Zuckeraustauschstoffe sind im Gegensatz zu Zucker nicht kariesfördernd, da die Bakterien im Zahnbelag die Zuckerersatzstoffe nicht verdauen können. Im Rahmen einiger in Finnland durchgeführter Studien wurde bewiesen, dass der regelmäßige Verzehr von Xylit (in Form von Bonbons oder Kaugummi) die Entstehung von Karies sogar verhindern kann. Aus diesem Grund werden Zuckeraustauschstoffe häufig in Zahnpasta oder Kaugummi verwendet.
  • Ein weiterer Vorteil von Zuckeraustauschstoffen ist, dass diese nur einen geringen Einfluss auf den Blutzuckerspiegel haben und ohne Insulin verstoffwechselt werden. Daher sind Zuckeraustauschstoffe auch für Diabetiker geeignet. Zuckeraustauschstoffe haben 2,4 Kalorien pro Gramm. Das bedeutet, dass Zuckeraustauschstoffe im Durchschnitt 40 Prozent unter dem Kaloriengehalt von Zucker liegen.
  • Last but not least: Das Volumen von Zuckeraustauschstoffen entspricht dem von Zucker, so dass sie in der Küche ähnlich wie Zucker verarbeitet werden können.

Nachteile von Zuckeraustauschstoffen

  • Zuckeraustauschstoffe haben in der Regel nur halb so viele Kalorien wie Zucker, haben aber in etwa nur die halbe Süßkraft wie Zucker. Man muss also doppelt so viel davon verwenden, um ein ähnliches Ergebnis wie bei Zucker zu erzielen.
  • Grundsätzlich sind Zuckerersatzstoffe aus gesundheitlicher Sicht unbedenklich. Da Zuckeraustauschstoffe jedoch nicht vollständig im Dünndarm aufgenommen werden können, gelangen sie in den Dickdarm, wo sie Wasser aufnehmen und die Darmtätigkeit anregen. Blähungen, Durchfall und das Reizdarmsyndrom können die Folge sein. Allerdings kann hier kein allgemeingültiges Pauschalurteil gefällt werden, da jeder Mensch unterschiedlich auf Zuckeraustauschstoffe reagiert. Produkte, die mehr als 10% Zuckeraustauschstoffe enthalten und bei deren Konsum es potentiell zu Blähungen oder Durchfall kommen kann, müssen entsprechend gekennzeichnet werden. Laut Gesetzgeber ist hier der Hinweis „Kann bei übermäßigem Konsum abführend wirken“ anzubringen.

 

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Ein Kommentar

  1. Gut rechechierter Beitrag. Viele ähnliche Themen geistern durch das Internet. Teilweise geschrieben von irgendwelchen selbsternannten „Experten“ deren Beiträge mich nicht selten an irgendwelche Artikel über „Verschwörungstheorien“ erinnern. Hier mal zur Abwechslung eine Webseite welche klatr und deutlich alle Vor-und Nachteile realistisch und neutral aufzeigt.

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