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Agavensirup als Alternative zu Zucker

Agavendicksaft wird, wie der Name unschwer erkennen lässt, aus Agaven gewonnen. Die Agave ist ein mittelamerikanischer Kaktus, aus dem unter anderem Tequila hergestellt wird. Im Vergleich zu Honig ist Agavensirup dünnflüssiger und schneller löslich, besitzt aber eine stärkere Süßkraft als Honig. Agavensirup wird vornehmlich in Mexiko hergestellt.

Besonders von Veganern wird Agavendicksaft gerne als Süßungsmittel verwendet, um Honig oder Zucker zu vermeiden. Je nach Süßkraft besitzt der Agavensirup eine unterschiedliche Farbe. So gibt es den nahezu durchsichtigen Agavendicksaft, der nur eine ganz leichte, süßliche Note hat, im Grunde aber fast neutral schmeckt. Der bernsteinfarbene Sirup hat eine stärkere Karamellnote, die sich in der dunklen Sirupvariante in ihrer vollen Stärke zeigt.

Vorteile von Agavendicksaft als Alternative zu Zucker

  • Der von den Agaven entnommene Agavennektar, der schließlich zu Agavendicksaft weiterverarbeitet wird, besteht größtenteils aus Fructose und Glucose, wobei der Anteil an Fruchtzucker mit bis zu 80% deutlich überwiegt. Da der glykämische Index (GI) von Fruchtzucker ausgesprochen niedrig ist, hat der Genuss des Agavensirups kaum Auswirkungen auf den Blutzuckerspiegel. Die glykämische Last von Agavendicksaft gehört zu den niedrigsten unter allen Süßungsmitteln.
  • Da sich Agavendicksaft schnell löst, kann er gut zum Abrunden von Salatsoßen oder etwa zum Süßen von Kalt- oder Heißgetränken verwendet werden. Aber auch als Brotaufstrich, zum Backen oder zum Süßen von Müsli eignet sich Agavensirup hervorragend.
  • Als weiterer Vorteil sind die stärkere Süßkraft sowie die geringere Energiedichte von Agavendicksaft zu nennen. Während es 100g Rohrzucker auf 387 Kalorien bringen, schlagen 100g Agavendicksaft mit „nur“ 304 Kalorien zu Buche.
  • Wenn Agaven zu dickflüssigem Sirup verarbeitet werden, bleiben Spurenelemente, Mineralstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe erhalten.
  • Agavendicksaft ist überall erhältlich. Ob im Supermarkt, in Drogeriemärkten, über das Internet. Man muss also nicht lange suchen, um fündig zu werden.

Nachteile von Agavendicksaft als Alternative zu Zucker

  • Der hohe Anteil an Fruchtzucker im Agavendicksaft kann bei Fructoseintoleranz zu Unverträglichkeit führen, was sich in der Regel in Bauchschmerzen, Blähungen, Reizdarmsyndrom oder Übelkeit führen.
  • Auch kann ein übermäßiger Genuss von Fructose zu Übergewicht und Fettleibigkeit führen und eine verringerte Glucose-Verträglichkeit sowie die verstärkte Bildung von Harnstoff die Folge sein.
  • Grundsätzlich ist in diesem Zusammenhang darauf hinzuweisen, dass die verstärkte Aufnahme von Fructose über industriell gefertigte Lebensmittel die Einlagerung von Fetten im Fettgewebe und in der Leber sowie Fettleibigkeit fördert, da hohe Fructosemengen die hormonelle Gewichtsregulierung beeinflussen. Das Bundesinstitut für Risikobewertung rät daher, auf Fructose als Zuckeraustauschstoff in industriell gefertigten Lebensmitteln zu verzichten. Insbesondere Diabetiker sollten einen erhöhten Verzehr von Fruchtzucker enthaltenen Lebensmitteln meiden.
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3 Kommentare

  1. Hallo,

    Ihren kommentar über Argavensirup halte ich für bedenklich. Fructose wird wie Alkohol in der Leber abgebaut und kann dort ähnliche Schäden anrichten, ausserdem regt es den Appetit an und unterdrückt das Hunger gefühl.
    Gerade Diabetiker sollten in ihrem Artikel über die Gefahren von Fruktose gewarnt werden, wie es das Bundesinstitut für Risikobewertung bereits tut:

    www. bfr. bund.de/cm/343/erhoehte_aufnahme_von_fruktose_ist_fuer_diabetiker_nicht_empfehlenswert.pdf

    Grüsse,
    Frederick

    • Hallo Frederick,

      vielen Dank für Deinen Hinweis.

      Im allgemeinen Artikel zum Thema Fructose haben wir bereits auf die Nachteile von Fructose als Alternative zu Zucker hingewiesen (http://www.ernaehrung-ohne-zucker.de/fructose/).

      Wir haben den Artikel zu Agavensirup nun ebenfalls entsprechend angepasst und sind deutlicher auf die Nachteile und Gefahren von Fructose in industriell gefertigten Lebensmitteln eingegangen.

      Viele Grüße
      Simone

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